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Was ist Rohdichte und Harzanteil bei Holz?

Die Rohdichte beschreibt das Gewicht eines Holzes pro Volumeneinheit (kg/m³) und liegt bei Rhombusleisten-Holzarten zwischen rund 380 kg/m³ (sehr leichtes Nadelholz) und über 1.100 kg/m³ (Cumaru). Der Harzanteil betrifft vor allem Nadelhölzer und beeinflusst Geruch, Verarbeitung und Wetterbeständigkeit – ist aber, wie die Rohdichte, kein direkter Indikator für die offizielle Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350.

Rohdichte: mehr als nur ein Gewichtswert

Die Rohdichte gibt an, wie viel Masse ein bestimmtes Holzvolumen hat – gemessen in kg/m³. Sie hängt von der Zellstruktur der jeweiligen Holzart ab: Dicht gepackte Zellwände mit wenig Hohlraum ergeben ein schweres, meist auch härteres Holz. Zum Vergleich: leichte Nadelhölzer liegen oft im Bereich von 400–550 kg/m³, tropische Harthölzer wie Cumaru erreichen dagegen rund 1.100 kg/m³ – mehr als das Doppelte.

Warum eine höhere Rohdichte oft, aber nicht immer mit mehr Dauerhaftigkeit einhergeht

Ein dichteres Gefüge erschwert es Pilzen und Insekten häufig, ins Holz einzudringen, was bei vielen tropischen Harthölzern zur hohen Dauerhaftigkeitsklasse beiträgt. Die Rohdichte allein ist aber kein verlässlicher Indikator: Die offizielle Einstufung erfolgt über die Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350, die auf tatsächlichen Resistenztests beruht und auch von Inhaltsstoffen wie natürlichen Gerb- und Extraktstoffen abhängt, nicht allein von der Materialdichte.

Der Harzanteil: Schutzfunktion und Verarbeitungsfaktor

Harz ist eine natürliche Substanz, die vor allem in Nadelhölzern wie Kiefer und Lärche vorkommt und Verletzungen des Baumes verschließt. Ein höherer Harzanteil kann die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit leicht erhöhen, macht das Holz aber auch anfälliger für Harzaustritt an der Oberfläche, was bei der Farbbehandlung berücksichtigt werden sollte. Harzfreie Nadelhölzer wie Tanne oder Weißtanne nehmen Öle und Lasuren dagegen besonders gleichmäßig auf.

Rohdichte im Überblick

Holzartungefähre Rohdichte
Nadelholz, leicht (z. B. Fichte, Kiefer)ca. 400–550 kg/m³
Robinieca. 730 kg/m³
Eicheca. 700–750 kg/m³
Garapaca. 800 kg/m³
Bangkiraica. 880–950 kg/m³
IPEca. 1.050 kg/m³
Cumaruca. 1.100 kg/m³

Was das für den Rhombusleisten-Einsatz bedeutet

Eine höhere Rohdichte bedeutet in der Praxis mehr Gewicht bei Transport und Montage sowie meist die Notwendigkeit, vor dem Verschrauben vorzubohren. Für die Wahl der passenden Holzart ist deshalb neben der Dauerhaftigkeitsklasse auch die Rohdichte ein praktisch relevanter Faktor – unabhängig von der offiziellen DHK-Einstufung.

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Redaktion Holz Service 24

Herausgeber & fachliche Prüfung · Holz Service 24 GmbH

Quellen: DIN EN 350, Informationsdienst Holz, Sortiments- und Produktdaten Holz Service 24 (Stand: Juli 2026), eigene Fachredaktion.