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Rhombusleisten für die Fassade

Rhombusleisten sind eine der beliebtesten Formen der offenen, hinterlüfteten Holzfassade. Sie werden mit Abstand zueinander auf eine Unterkonstruktion geschraubt, wodurch die Wand dauerhaft belüftet wird und Feuchtigkeit schneller abtrocknen kann als bei geschlossenen Verkleidungen.

Warum Rhombusleisten für Fassaden geeignet sind

Anders als eine geschlossene Nut-Feder-Verschalung liegt bei Rhombusleisten immer ein Abstand zwischen den einzelnen Leisten. Das sorgt für eine ausgezeichnete Hinterlüftung der Fassade – ein wichtiger Faktor für die Langlebigkeit der gesamten Konstruktion, da Feuchtigkeit hinter der Verkleidung schneller abtrocknen kann. Der schräge Profilschnitt sorgt zusätzlich dafür, dass Regenwasser gezielt abgeleitet wird, statt auf dem Holz stehen zu bleiben.

Aufbau einer Rhombusleisten-Fassade

Vom Mauerwerk nach außen gesehen besteht eine typische Konstruktion aus mehreren Schichten:

  1. Wand – das tragende Mauerwerk oder die Holzständerwand
  2. Unterspannbahn / Winddichtung – schützt die Dämmebene vor Feuchtigkeit und Wind
  3. Traglattung / Unterkonstruktion – meist im Abstand von rund 50 cm montiert, trägt die eigentliche Verkleidung
  4. Rhombusleisten – die sichtbare, hinterlüftete Außenschicht

Montagerichtung: horizontal oder vertikal

Rhombusleisten lassen sich sowohl horizontal als auch vertikal montieren. Bei horizontaler Montage muss die Schräge des Profils immer nach unten zeigen, damit Regenwasser ablaufen kann, statt sich auf der Kante zu sammeln.

Welche Holzart für die Fassade?

Für den dauerhaften Außeneinsatz an der Fassade eignen sich vor allem Lärche, Douglasie und thermisch modifizierte Hölzer als wirtschaftliche Klassiker, sowie Robinie und tropische Harthölzer wie Cumaru oder Ipe für besonders lange Standzeiten. Den vollständigen Vergleich nach Dauerhaftigkeitsklasse liefert die Materialkunde.

Optik: unbehandelt vergrauen lassen oder pflegen

Fassaden aus Rhombusleisten können unbehandelt bleiben – das Holz vergraut dann gleichmäßig silbrig-grau – oder durch Öl bzw. Lasur farblich erhalten werden. Beide Wege sind funktional gleichwertig, solange die Unterkonstruktion und der konstruktive Holzschutz stimmen.

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Redaktion Holz Service 24

Herausgeber & fachliche Prüfung · Holz Service 24 GmbH

Quellen: DIN EN 350, Informationsdienst Holz, eigene Materialtests.