Hartholz vs. Weichholz: Was eignet sich wofür?
Botanisch unterscheidet man Hartholz (Laubholz, von Bäumen mit Blättern) und Weichholz (Nadelholz, von Nadelbäumen) – nicht nach tatsächlicher Härte. In der Praxis sind die meisten Weichhölzer für Rhombusleisten tatsächlich weicher und weniger dauerhaft, während viele Harthölzer dichter, schwerer und langlebiger sind. Es gibt aber Ausnahmen: Robinie (Hartholz) übertrifft viele tropische Harthölzer an Dauerhaftigkeit, während manche Weichholzarten durch thermische Behandlung ähnlich gute Werte erreichen wie unbehandeltes Hartholz.
Woher die Begriffe stammen
Die Unterscheidung Hartholz/Weichholz ist botanischen Ursprungs: Weichhölzer stammen von Nadelbäumen (z. B. Lärche, Kiefer, Fichte, Douglasie), Harthölzer von Laubbäumen (z. B. Eiche, Robinie sowie tropische Arten wie Cumaru, IPE, Garapa, Bangkirai). Die Bezeichnung sagt zunächst nichts über die tatsächliche mechanische Härte oder Dauerhaftigkeit aus – sie beschreibt lediglich die botanische Herkunft.
Vergleich der wichtigsten Eigenschaften
| Eigenschaft | Weichholz (Nadelholz) | Hartholz (Laubholz) |
|---|---|---|
| Typische Vertreter | Lärche, Douglasie, Fichte, Tanne, Kiefer | Eiche, Robinie, Garapa, Cumaru, IPE, Bangkirai |
| Rohdichte | meist geringer (450–550 kg/m³) | meist höher (700–1.100 kg/m³) |
| Dauerhaftigkeitsklasse | überwiegend 3–5, ohne Behandlung | überwiegend 1–3 |
| Verarbeitung | leichter zu bearbeiten, geringeres Gewicht | schwerer, meist Vorbohren nötig |
| Preis | meist günstiger | meist teurer, besonders bei tropischen Arten |
Wann lohnt sich welches Holz?
Weichholz eignet sich gut, wenn Budget und einfache Verarbeitung im Vordergrund stehen und konstruktiver Holzschutz oder eine zusätzliche Behandlung (Imprägnierung, thermische Behandlung) eingeplant werden. Hartholz punktet bei hoher natürlicher Dauerhaftigkeit ohne Nachbehandlungsbedarf – etwa bei schwer zugänglichen Fassadenflächen – ist dafür aber in Anschaffung und Verarbeitung aufwendiger.
Die Ausnahme: Robinie
Robinie zeigt, dass sich die Kategorien nicht 1:1 in eine Rangfolge übersetzen lassen: Als heimisches Hartholz erreicht sie Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 und übertrifft damit sogar viele tropische Harthölzer geringerer Klassen – bei deutlich kürzeren Transportwegen.
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Redaktion Holz Service 24
Herausgeber & fachliche Prüfung · Holz Service 24 GmbH
Quellen: DIN EN 350, Informationsdienst Holz, eigene Fachredaktion.