Holzarten-Vergleich: DHK, Lebensdauer, Gewicht
Rhombusleisten gibt es in rund 16 gängigen Holzarten – von heimischem Nadelholz über europäisches Hartholz bis zu tropischen Harthölzern. Die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach DIN EN 350 erreichen unbehandelt nur Cumaru und IPE, durch thermische Behandlung aber auch Thermokiefer und Thermoesche. Die Rohdichte reicht von rund 400 kg/m³ bei Fichte bis über 1.100 kg/m³ bei Cumaru – mit direktem Einfluss auf Gewicht, Verarbeitung und Preis.
Der Gesamtüberblick: DHK, Rohdichte und Lebensdauer
| Holzart | Typ | DHK | Rohdichte | Lebensdauer (Richtwert) |
|---|---|---|---|---|
| Fichte, unbehandelt | Nadelholz | 4 | ca. 400–450 kg/m³ | gering ohne Zusatzschutz |
| Fichte, druckimprägniert | Nadelholz, behandelt | 2 | ca. 400–450 kg/m³ | ca. 20 Jahre |
| Tanne / Weißtanne | Nadelholz | 4 | ca. 400–450 kg/m³ | gering ohne Zusatzschutz |
| Kiefer, Kernholz unbehandelt | Nadelholz | 3–4 | ca. 500–520 kg/m³ | mäßig, mit konstruktivem Holzschutz mehrere Jahre |
| Thermokiefer | Nadelholz, thermisch behandelt | 1 | ca. 500–520 kg/m³ | bis 20 Jahre |
| Sibirische Lärche | Nadelholz | 3–4 | dicht, harzreich | mehrere Jahrzehnte mit konstruktivem Holzschutz |
| Kanadische Lärche | Nadelholz | 3–4 | etwas geringer als sibirische Lärche | ähnlich sibirischer Lärche |
| Douglasie (europäisch) | Nadelholz | 3–4 | mittel | ähnlich Lärche |
| Kanadische Douglasie | Nadelholz | 3–4 | fein, dicht (langsamer Wuchs) | hohe Formstabilität |
| Thermoesche | Laubholz, thermisch behandelt | 1–2 | mittel | vergleichbar Thermokiefer |
| Eiche | Hartholz (Laubholz) | 2 | ca. 700–750 kg/m³ | mehrere Jahrzehnte |
| Robinie | Hartholz (Laubholz) | 1–2 | ca. 730 kg/m³ | bis 50 Jahre |
| Garapa | Tropenholz | 2–3 | ca. 800 kg/m³ | lang, begrenzte Verfügbarkeit |
| Bangkirai | Tropenholz | 2–3 | ca. 880–950 kg/m³ | ca. 15–25 Jahre |
| IPE | Tropenholz | 1 | ca. 1.050 kg/m³ | mind. 25 Jahre |
| Cumaru | Tropenholz | 1 | ca. 1.100 kg/m³ | mind. 25 Jahre |
Wie die Werte zusammenhängen
Dauerhaftigkeitsklasse, Rohdichte und Lebensdauer hängen zusammen, sind aber keine identischen Größen: Die DHK nach DIN EN 350 beschreibt die natürliche Resistenz gegen Pilzbefall, die Rohdichte das Gewicht pro Volumen, und die Lebensdauer ist ein Praxisrichtwert, der zusätzlich von Verarbeitung, Standort und Pflege abhängt. Ein Holz mit hoher Rohdichte ist nicht automatisch dauerhafter – Robinie etwa erreicht mit moderater Dichte eine höhere DHK als deutlich schwerere Tropenhölzer der Klasse 2–3.
Drei Wege zu hoher Dauerhaftigkeit
- Natürlich dauerhaftes Hartholz: Cumaru, IPE (DHK 1) und Robinie (DHK 1–2) erreichen ihre hohe Widerstandsfähigkeit ohne jede Behandlung.
- Thermisch behandeltes Nadel- oder Laubholz: Thermokiefer und Thermoesche erreichen DHK 1 bzw. 1–2 erst durch die Hitzebehandlung, die die Zellstruktur verändert.
- Konstruktiver Holzschutz: Auch Holzarten der Klasse 3–4 wie Lärche oder Douglasie erreichen mit korrekter Hinterlüftung, ableitender Schräge und guter Unterkonstruktion eine praxistaugliche Lebensdauer.
Gewicht als praktischer Auswahlfaktor
Neben Optik und Dauerhaftigkeit spielt die Rohdichte auch für Transport, Montage und Befestigung eine Rolle: Leichte Nadelhölzer lassen sich einfacher zuschneiden und montieren, während dichte Tropenhölzer wie Cumaru grundsätzlich vorgebohrt werden müssen, bevor sie verschraubt werden können.
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Redaktion Holz Service 24
Herausgeber & fachliche Prüfung · Holz Service 24 GmbH
Quellen: DIN EN 350, Informationsdienst Holz, Sortiments- und Produktdaten Holz Service 24 (Stand: Juli 2026), eigene Fachredaktion.