Aufbau einer Rhombusleisten-Fassade
Eine Rhombusleisten-Fassade besteht von innen nach außen aus vier Schichten: tragende Wand, Wind-/Feuchtigkeitsschutz (Unterspannbahn), Unterkonstruktion mit Hinterlüftungsebene und der sichtbaren Rhombusleisten-Verkleidung. Wird zusätzlich gedämmt, kommt eine zweite, rechtwinklig verlaufende Konterlattung dazu.
Die Schichten im Detail
- Tragende Wand – Mauerwerk, Beton oder Holzständerkonstruktion, an der die gesamte Fassade befestigt wird
- Unterspannbahn / Winddichtung – schützt die dahinterliegende Wand bzw. Dämmebene vor Wind und eindringender Feuchtigkeit, bei offener Verlegung häufig ergänzt durch ein schwarzes Unkrautvlies als einheitlichen Sichtschutz hinter den Fugen
- Unterkonstruktion (Traglattung) – meist im Abstand von 40 bis 70 cm auf der Wand verschraubt, trägt die eigentliche Verkleidung und schafft die Hinterlüftungsebene
- Konterlattung (optional) – zweite, rechtwinklig verlaufende Lattenebene, wenn zusätzlich gedämmt oder eine unebene Wand ausgeglichen werden soll
- Rhombusleisten – die sichtbare Außenschicht, mit Fugenabstand montiert und Schräge nach vorne unten geneigt
Warum die Reihenfolge der Schichten wichtig ist
Jede Schicht hat eine eigene Funktion: Die Unterspannbahn hält Feuchtigkeit von der Wand fern, die Unterkonstruktion schafft den Lüftungsspalt, und erst die äußerste Schicht aus Rhombusleisten bildet die sichtbare, wetterexponierte Fläche. Werden Schichten ausgelassen oder in falscher Reihenfolge verbaut, kann Feuchtigkeit in der Konstruktion eingeschlossen werden – mit dem Risiko von Schimmelbildung oder vorzeitigem Verfall der Unterkonstruktion.
Die Hinterlüftungsebene als zentrales Element
Zwischen Unterspannbahn und Rhombusleisten muss durchgehend Luft zirkulieren können. Diese Hinterlüftungsebene entsteht durch die Stärke der Unterkonstruktion (typischerweise mindestens 30 mm) und wird durch den Fugenabstand der Leisten zusätzlich unterstützt, der Feuchtigkeit schneller abtrocknen lässt als bei geschlossenen Systemen.
Wo Dämmung im Schichtaufbau ansetzt
Soll eine zusätzliche Wärmedämmung eingebracht werden, wird die Unterkonstruktion verdoppelt: Eine erste Lattenebene nimmt die Dämmung zwischen sich auf, eine zweite, rechtwinklig verlaufende Konterlattung darüber sichert weiterhin die Hinterlüftung der sichtbaren Fassade.
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Redaktion Holz Service 24
Herausgeber & fachliche Prüfung · Holz Service 24 GmbH
Quellen: Sortiments- und Produktdaten Holz Service 24 (Stand: Juli 2026), eigene Fachredaktion.